Claus von Wagners erste kabarettistische Erfolge führen uns zurück ins Jahr 2001, als er beim Münchner Nachwuchswettbewerb Kabarett den ersten Platz belegt. Schon bald folgen weitere Auszeichnungen: 2002 gewinnt er die St. Ingberter Pfanne sowohl vom Publikum als auch von der Jury, den Oberbayerischen Förderpreis Kabarett und ist Erstplatzierter beim „Kabarett Kaktus“. Diese frühen Preise zeichnen bereits ein scharfes Bild des jungen Kabarettisten: witzig, politisch und satirisch ambitioniert.
Erfolge im „Zwangsensemble“
Im Jahr 2006 erhält von Wagner den Förderpreis beim Deutschen Kabarettpreis, was sich als ein wichtiger Impuls für seine Karriere erweist. Gleichzeitig ist er damals Teil des „Ersten Deutschen Zwangsensembles“, mit dem er im selben Jahr den Sonderpreis des Mindener Stichlings gewinnt. Dieses Ensemble wird eine Plattform für ihn, um neben seiner Soloarbeit auch im Team politisches Kabarett zu gestalten.
Senkrechtstarter
Ein Jahr später, 2007, wird von Wagner für seine Soloprogramme mit dem Bayerischen Kabarettpreis ausgezeichnet, in einer Kategorie, die seinen Aufstieg in der Kabarett-Welt perfekt auf den Punkt bringt: Senkrechtstarter. Ebenfalls 2007 feiert das Zwangsensemble einen großen Erfolg beim traditionsreichen Salzburger Stier, einem internationalen Kabarettpreis. Es ist ein Zeichen dafür, dass die gemeinsame Arbeit weit über lokale Bühnen hinaus wirkt. 2008 gewinnt das Zwangsensemble den Lachmesse-Preis Leipziger Löwenzahn, 2010 folgt der Deutsche Kleinkunstpreis in der Kategorie Kabarett.
Zwischen Kleinkunst und Fernsehen
Parallel dazu wird Claus von Wagners im Fernsehen immer präsenter. Als Mitglied der „heute show“ gewinnt er 2012 den Deutschen Comedypreis. Ebenfalls 2012 ehrt die Abendzeitung (AZ) ihn mit dem Stern des Jahres in der Sparte Kabarett. Eines seiner bedeutendsten Engagements führt ihn zur Sendung „Die Anstalt“. Und sie bringt ihm weitere große Auszeichnungen ein: 2015 wird er gemeinsam mit Max Uthoff und Dietrich Krauß mit dem Grimme-Preis in der Kategorie „Unterhaltung“ ausgezeichnet. Im selben Jahr erhalten die Künstler zudem den Sonderpreis des Marler Medienpreises für Menschenrechte.
2016 folgte ein weiterer Höhepunkt: Der Deutsche Fernsehpreis geht an „Die Anstalt“ in der Kategorie Beste Comedy/Kabarett. Und im gleichen Jahr ehrte die Stadt München von Wagner persönlich mit dem Dieter-Hildebrandt-Preis. Kurz danach erhält er für „Die Anstalt“ zusätzlich den Kleinkunstpreis der Stadt Aschersleben (ebenfalls 2016) sowie 2017 den UmweltMedienpreis der Deutschen Umwelthilfe. 2021 wird „Die Anstalt“ schließlich mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet.
Krönung: Der Hauptpreis 2025
Die Würdigung seines Schaffens mit dem Hauptpreis des Bayerischen Kabarettpreises ist ein deutliches Statement. In der Jury-Begründung heißt es, Claus von Wagner präsentiere „schwere Themen locker“ und treffe mit seinem „klugen, weitsichtigen und erhellenden Humor“ den Nerv der Zeit. Es ist ein Preis, der nicht nur sein Können widerspielgelt, sondern auch seine Ausdauer und sein künstlerisches Selbstverständnis. Zusammen hat ihn all das zu einer der prägnantesten Stimme im deutschen Kabarett gemacht, einem Künstler, der nicht nur für Lacher sorgt, sondern klug und aus immer neuen Perspektiven auf die Welt schaut.