Der Burghof Lörrach beteiligt sich im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026 mit Produktionen, die sich insbesondere mit Ausgrenzung, Antisemitismus, Erinnerungskultur und Menschenrechten auseinandersetzen. Die Veranstaltungen greifen damit zentrale Themen der Aktionswochen auf und leisten einen kulturellen Beitrag zum Motto „100 % Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“.

Das Spil

Mit dem musikalischen Kammerspiel „Das Spil“ von Ecco Meineke erinnert der Burghof in Kooperation mit der UNICEF-Gruppe Lörrach an den jüdischen Pädagogen Janusz Korczak, der sich im Warschauer Ghetto für Kinder einsetzte und 1942 im Vernichtungslager Treblinka ermordet wurde. Erzählt wird seine Geschichte aus der Perspektive junger Menschen, die sich mit dem Schicksal der Kinder aus seinem Waisenhaus auseinandersetzen. Begleitet von Live-Musik entsteht ein bewegendes Theatererlebnis über Verantwortung, Menschlichkeit und Zivilcourage. Neben der Abendvorstellung gibt es auch eine eigene Schulvorstellung, die sich gezielt an junge Menschen richtet. 

Im Kontext der Internationalen Wochen gegen Rassismus verweist das Stück auf die historischen Folgen von Antisemitismus und Ausgrenzung und stellt die Frage nach Verantwortung und Menschenrechten – damals wie heute.

Susi. Die Enkelin von Haus Nummer 4

Das Puppentheaterstück „Susi. Die Enkelin von Haus Nummer 4“ vom Das Weite Theater erzählt die Geschichte eines jüdischen Mädchens im Berlin der 1930er-Jahre. Die zunehmende Entrechtung, Deportationen und das Leben im Versteck werden aus kindlicher Perspektive dargestellt. Das Stück basiert auf Berichten von Überlebenden und vermittelt jungen Zuschauerinnen und Zuschauern einen Zugang zur Geschichte des Holocaust. 

Im Rahmen der Aktionswochen trägt die Inszenierung dazu bei, historische Formen von Rassismus und Antisemitismus verständlich zu machen und Empathie sowie demokratische Werte schon bei Kindern zu fördern.

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus

Mit diesen Produktionen ergänzt der Burghof das Lörracher Gesamtprogramm um künstlerische Formate, die insbesondere die historische Dimension von Rassismus und Antisemitismus beleuchten. Die Aufführungen schaffen emotionale Zugänge zu Themen wie Menschenwürde, Ausgrenzung und Solidarität und richten sich mit Schulvorstellungen und Kindertheater gezielt auch an junge Menschen. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Bildungs- und Erinnerungsarbeit innerhalb der Internationalen Wochen gegen Rassismus in Lörrach.